"Das ist wie 10.000 Meter laufen und dabei Schach spielen."
(Karin Schmalfeld, Silbermedaille World Games 2005)

Vorgeschichte und | Da war ein junger laufbegeisterter Lehrer der Wehrsdorfer Schule, der sich bisher als Skilangläufer und Mittelstreckenläufer betätigt hatte in den Jahren 1962 und 63 mit dem Orientierungslauf(OL) in Berührung gekommen. Er beteiligte sich mit seinem Bruder,einem guten Orientierer, mit Freude an einigen Ski-OL, die damals noch als Zweier- Mannschaftslauf mit 15 kg Gepäck ausgetragen wurden. Davon angeregt wagte er im Sommer 1963 ohne jede Ausbildung im Orientieren die Teilnahme an zwei Orientierungsläufen im Bezirksmaßstab mit folgenden nicht erwarteten,aber folge- richtigen Mißerfolgen: I. Lauf(Hohnstein) Laufzeit 4h u. 3 falsche Posten-Siegerzeit 1h 2. Lauf(Mönchswalder) “ 4h alle Posten - “ 1h Davon beeindruckt zog er den richtigen an Schluß und erlernte sich noch im gleichen Sommer im selbständigen Training mit Hilfe alter Meßtischblätter zwischen Hohwald und Bieleboh das Orientieren als Autodidakt. |
![]() | Bereits 1964 und 65 (siehe historisches Starterbuch) stellten sich die ersten bescheidenen Erfolge ein.und vor allem Begeisterung und die Erkenntnis: Diese Körper und Geist gleichermaßen fordernde und damit entwickelnde Sportart ist viel zu wertvoll,als daß man sie nicht an möglichst viele,besonders junge Menschen,heran- tragen sollte. So begann er also damit mit den Kindern der eigenen Schule in Wehrsdorf. Vorerst wurden jedoch im Sommer 1966 einige Trainingsver- suche mit Tochter Ute und Sohn Harald durchgeführt,um fest- zustellen,welche Schwierigkeiten im Orientieren 10 - 12- jährige Kinder bewältigen können. |
![]() | Der AnfangIm März 1967 wurde eine kleine Gruppe von 10 Teilnehmern der aktivsten und beständigsten Skiläufer aus der 4. und 5. Klasse unserer Schule zunächst als Ausgleich und als wirksames und freudevolles Sommertraining mit dem Orientierungslauf vertraut gemacht. Die Bedingungen waren einfach und hart: Schneetreiben und Matsch, als Karten 30 Jahre alte Meßtischblätter, und die "Zitteraale" waren unsere Kompasse. Aber nach etwa 6 Wochen Training waren die Grundlagen begriffen, und es begann, allen Spaß zu machen. Beim ersten Wettkampf, der bezirksoffenen Kreismeisterschaften im OL bei Großhartau gab es schon, gemessen an der kurzen Trainingseinheit,beachtliche Erfolg. |
![]() | 1. Bautzener Schüler und Jugend OL – NeukirchUnd wieder WehrsdorfDer 1. Bautzener Schüler- und Jugend-Orientierungslauf verbunden mit der DDR-Bestenermittlung in den Schülerklassen wurde kürzlich in Neukirch ausgetragen. Rings um den Dahrener Berg entbrannte ein harter Wettstreit um kürzeste Routen und Laufzeiten. An dem Wettkampf nahmen als Gäste auch 20 Sportfreunde aus Novy Bor und Vrchlaby (CSSR) teil. Die bewährten jungen Läufer der BSG Fortschritt Wehrsdorf erwiesen erneut ihre beständig gute Kondition und ihr sicheres Orientierungsvermögen. Es gelang ihnen, den vom Deutschen Verband der Wanderer, bergsteiger und Orientierungsläufer gestifteteten Wanderpokal für die beste Mannschaftsleistung zum dritten Mal und damit endgültig in ihren Besitz zu bringen. DDR-Beste in den Schülerklassen wurden: Weibliche Schüler C: Engemann/Suk (Einheit Pädagogik Leipzig). Männliche Schüler C: Hasse/Vogel (junge Touristen Bad Schandau). Weibliche Schüler B: Kassner/Müller (Fortschritt Wehrsdorf). Männliche Schüler B: Döring/Hille (Lok BC Dresden). Weibliche Schüler A: Eva maria Helbig (Fortschritt Wehrsdorf) Männliche Schüler A: Andreas Männel (Fortschritt Wehrsdorf). Eine eindrucksvolle Siegerehrung im Neukircher Freibad beschloß die gelungene Bestenermittlung. ml |
![]() | EÖTVÖS – LORAND EMLEKVERSENY 1973 Staffel 1973 nahmen wir neben dem Internationalen 3-Tage-OL in der CSSR auch mit einer größeren Gruppe an Wettkämpfen in Ungarn teil. Die größten Erfolge waren jeweils 3. Plätze von Harald Männel beim Eötvös-Pokal und beim 5-Tage-Hungaria-Pokal, der Sie von Andreas Männel beim Eötvös-Pokal und der 2. Platz unserer Jugendstaffel mit A. Männel, Dietmar Fremder und H. Männel. … |
![]() | DDR – Meisterschaften im SKI OL 1974 in AltenbergSieben Titel für WehrsdorfDDR-Meisterschaften im Ski-Orientierungslauf wurden ein großer Erfolg für die Sportler aus dem Kreis Bautzen Bei sehr guten Schneeverhältnissen wurden am vergangenen Wochenende in Altenberg die DDR-Meisterschaften im SKI-Orientierungslauf ausgetragen. Einmal mehr bewiesen dabei die Sportler von Fortschritt Wehrsdorf ihr Können. Von 13 möglichen Titeln gewannen sie allein 7. DDR. Besste wurde Roswitha Förster in der Kasse Jugend B und Trainer Klaus Männel in der Alterklasse I. DDR-Jugendmeistertitel erkämpfte Beate Richter und Dietmar Fremder, in der Junioren-Klasse Harald Männel. Meister im Staffel-Wettbewerb wurde bei der weiblichen Jugend die Staffel mit Margitta Koch, Roswitha Förster und Beate Richter. Alle diese Siege krönte der Sieg in der Staffel der Männer mit Dietmar Fremder, Klaus Männel und Harald Männel. Das ist von besonderer Bedeutung, da die Staffel aus einem Jugend-, einem Junioren- und einem Altersklassenläufer zusammengesetzt war und dennoch die Favouriten die Favouriten der Männerklasse wie Freiberg, Karl-Marx-Stadt und Dynamo Dresden auf die Plätze verwies. Hartmut Anders von Lok Bautzen holte sich den 3. Platz. (Günther Hörenz) |
![]() | 1978 Deutsches Sportecho Abenteuer mit Karte und Kompaß Heidi Fischer (in „Deutsches Sportecho“) Ein hübscher Gag war es schon, mit dem die Orientierungsläufer in Wehrsdorf ihre Gäste zum Ranglisten-Lauf begrüßten. Sie kramten ihren überdimensionalen Postenschirm, den sie im vorigen Jahr für den Festumzug zur 100-Jahr-Feier... (ganzer Artikel) |
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