TSV 1859 Wehrsdorf e.V.

„Das ist wie 10.000 Meter laufen und dabei Schach spielen.“
(Karin Schmalfeld, Silbermedaille World Games 2005)

Im bekanntem nordischen Skizentrum Beitostolen in Norwegen ca. 300km nördlich von Oslo gelegen startete Mitte Februar die Master-WM im Ski-OL, eingebettet in die letzte Weltcuprunde der Eliteläufer. 

Nach einem gemütlichen Flug von Prag nach Oslo, dann  noch vier Stunden mit dem Bus nach Beitostolen, die deutschen Starter   (sechs bei Weltcup und U23-WM und 9 Masters) hatten zwei urige Hütten unmittelbar am Skistadion gebucht.

Dienstag und Mittwoch lagen zwei längere Trainingsrunden über das Fjell an. Traumhaft schöne Landschaft, toll gespurte Loipen, Sonne und mäßiger Wind, man hätte den ganzen Tag laufen können, aber zwei Tage vor der WM sollte man sich ja nicht mehr so schinden, so blieb es jeweils bei zwei Stunden.

Donnerstag fand der Musterlauf statt, es standen nur zwei Posten im Gelände, aber diese in einem Teilstück mit einem irren Loipenlabyrinth, so dass man nochmal den typischen skandinavischen Ski-OL üben konnte, also ein Spuren-WirrWarr mit Abzweigen/Kreuzungen aller ca. 50m.

Am Freitag dann die Langstrecke, leider traf die Wettervorhersage, starker Schneefall ab 12.30 Uhr, fast auf die Minute zu, so dass ich mit Startzeit 12.40 Uhr wieder viel mit der angelaufenen Brille zu tun hatte. Ein kleiner Fehler von 70 sek. war dabei, ich sah rechts am Hang einen Posten und sagte mir, das ist nicht meiner, noch ca. 100m weiter, es war aber doch schon mein Posten. Genau diese Zeit fehlte mir dann, der Sieger aus Schweden war 65 sek. schneller. Aber immerhin noch Bronze geschafft. Am Sonnabend dann der Sprint, nie so mein Ding, da bin ich immer zu hektisch, so auch dieses Mal, es lief alles super schnell, nur dann zu flüchtig auf die Karte geguckt und von 3 zu 5 gelaufen, statt zur Vier. Trotzdem noch 4. geworden und dieses Mal vor Sergej.

Am Sonntag zum Abschluss die Mittelstrecke, dieses Mal führten alle Strecken über einen echt fetten Berg, so dass es eine Quälerei hoch, aber mit herrlich steilen Abfahrten, wo ich wieder Einiges rausholen konnte, dabei. Dieses Mal ohne Fehler reichte es aber hinter einem Finnen und dem Langsieger aus Schweden wieder für Bronze. Gemein war jeden Tag der Hang hoch zum Endposten, 150m mit gefühlten 50 Höhenmetern, da standen aber auch alle Fans und Betreuer, so dass man sich ordentlich quälen musste.

Insgesamt gesehen zwar aufwändig, aber ein sehr schönes Wintererlebnis und endlich mal wieder richtig echter Ski-OL in tollen Spuren und idealem Terrain.

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